Feb 072013
 
Share Button

Die Indische Riesengottesanbeterin ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine der Größten Mantiben überhaupt. Adulte Tiere werden ca. 7-10 cm groß, wobei die Weibchen deutlich größer sind. Das Verbreitungsgebiet der Tiere ersteckt sich über Südasien, von indien über Sri Lanka und Thailand bis nach Indonesien. Die Indische Riesengottesanbeterin ist wie die meissten Gottesanbeterinnen ein Lauerjäger, der still auf seinem Platz verharrt bis Beute in Sicht kommt. Hat die Indische Riesengottesanbeterin Beute entdeckt dreht sich zuerst der Kopf in deren Richtung, dann bewegt sich das Tier mit langsamen Wiegenden Bewegungen, die an ein Blatt im Wind erinnern, auf die Beute zu bis sich diese in Reichweite ihrer Fangarme befindet, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Die Beute wird dann, so sie noch Lebt und sich wehr vom Kopf her aufgefressen. Die Tiere sind absolute Einzelgänger die sich nur zur Paarung treffen.

 Die Indische Riesengottesanbeterin ist in der Zucht sehr beliebt, weil sie zum einen relativ geringe Ansprüche hat und auch gröbere Haltungsfehler toleriert, und zum anderen eine Eindrucksvolle Größe erreicht. Das Terrarium für ein Tier ( beidiesen Tieren ist eine Gruppenhaltung nicht möglich )sollte 20bx20tx30h nicht unterscheiden, wobei man Weibchen auch frei im Zimmer auf einer Pflanze halten kann, da diese bei ausreichender Fütterung sehr Standorttreu sind. Das Terrarium sollte mit Erde und einigen Klettermöglichkeiten ( auch gerne lebende Pflanzen ) ausgestattet sein. Als Beleuchtung reicht Tageslicht, oder auch ein gut beleuteter Raum, wobei ein Spot oder eine Energiesparlampe die das Terrarium etwas aufheizt kein Fehler ist. Das Tier verträgt Temperaturen zwischen 20-28°C wobei die Ideale Temperatur bei 23-26°C liegt. Die Luftfeuchte sollte mindestens 50-60% betragen, keine Staunässe. Gefüttert werden kann mit allen Arten von Insekten solange das Tier sie überwältigen kann, meiner Erfahrung nach sollte die Beute nicht größer sein als etwa 1/3 der Körperlänge der Gottesanbeterin, wobei sie zu Not auch größere Tiere schafft.

 Etwa eine Woche nach der Adulthäutung sind die Männchen Paarungsbereit, bei den Weibchen etwa 2 Wochen nach der Adulthätung, dann kann man das Männchen zum Weibchen  setzen, zu jedem anderen Zeitpunkt wird es als Beute betrachtet und gefressen. Das Weibchen sollte zu dieser Zeit frisch gefüttert sein, und das Männchen, so es die Paarung überlebt hat, sollte bald möglichst wieder seperiert werden, wobei die Paarung durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen kann. Es empfielt sich immer mehrere Männchen zu haben, da es oft zu Verlusten kommt. Einige Zeit nach der Paarung setzt das weibchen ihr Schaumgelege ab, welches man in ein Seperates Behältnis überführen sollte. Das Gelege kann genauso gehältert werden wie das Tier, nur sollte es etwas wärmer, immer etwa 25°C, gehältert werden, man besprüht das Becken ( die Innenwände nicht das Gelege! ) etwa dreimal die Woche Taufeucht. Nach einigen Wochen schlüpfen dann die Jungtiere, sie sind etwa 9mm groß und sollten sofort gefüttert werden, ansonsten fressen sie sich gegenseitig auf. Die Juntiere kann man gut mit Drosos füttern. Bis zur dritten Häutung kann man die Jungtiere zusammenhalten, danach sollte man sie unbedingt seperieren.

 

Ähnliche Beiträge: Mantiden ( Fangschrecken )

                         Die Geistermantis ( Phyllocrania paradoxa )

Share Button

  2 Antworten zu “Indische Riesengottesanbeterin ( Hierodula membranacea )”

  1. Hallo
    ich habe mir ein junges Pärchen mitte April in Giessen gekauft, die ich getrennt und frei, in 2ca.1,5m außernanderstehenden Orchideen halte. soweit alles prima.
    Bis jetzt hat sich noch keine(r) gehäutet.
    wie oft häuten sie sich,bis ich die beiden zur Paarung zusammensetzen kann?
    (Terraien sind vorhanden)
    Gruß Stefan

    • Hallo,
      um das zu wissen müsste man wissen wie oft sie sich vor dem Kauf schon gehäutet haben, insgesamt sind es etwa 8 mal, ungefähr alle 2 Wochen. Ich mache mir etwas sogen, ob deine Tiere eine genügend hohe Luftfeuchte und Temperatur haben, wenn du sie frei im Zimmer hälst, zwar sind adulte Weibchen zum halten im Zimmer gegeignet, aber nur wenn mollig warm, und auch etwas Luftfeucht ist, wobei die adulten Tiere da etwas toleranter sind, bei Jungtieren kann das allerdings zu Häutungsproblemen, und schlimmstenfalls, zum Tot führen. Wenn du Terrarien hast, dann würde ich sie benutzen, auch wenn das Mäde3l dann gedeckt ist, sondt klebt sie die Ootheken an die Pflanzen und du musst die Teile dann abschneiden.

 Antworten

Du kannst diese HTML Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(erforderlich)

(erforderlich)