Aug 172013
 
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Wie der Name schon vermuten lässt sind Ofenfischchen wärmeliebende Kulturfolger, die mittlerweile in Mittel und Südeuropa und Vorderasien verbreitet sind, jedoch kommen sie in den kühleren Regionen nur in Menschennähe vor, etwa in Bäckereien und ähnlichen Orten wo sie genügend Wärme und Futter finden. Ofenfischchen sind Allesfresser die sogar reine Zellulose verwerten können und werden etwa 12mm lang, sie sind Nachtaktiv und eher Lichtscheu, die ideale Umgebung für Ofenfischchen ist dunkle, feucht und sehr warm.

Gutes Lebendfutter gibts hier

Reptilica

Ofenfischchen sind ein gutes Lebendfutter für kleinere Terrarientiere und enthalten relativ wenig Flüssigkeit, was sie für Wüstenbewohner denen zu feuchte Nahrung schadet interessant macht. Vorteile der Zucht von Ofenfischchen sind zum einen die Tatsache das sich ausgebrochene Tiere in der Wohnung kaum vermehren können, da sie Temperaturen von min. 30°C zum vermehren brauchen, desweiteren ist die Zucht von Ofenfischchen fast völlig Geruchs- und absolut geräuschlos, und das es die Tiere dunkel lieben, ist eine zusätzliche Beleuchtung unnötig, im allgemeinen kostet die Zucht von Ofenfischchen kaum Arbeit und Zeit, solange die Temperaturen stimmen. Die Nachteile der Zucht sind die benötigten hohen Temperaturen und die relativ lange Reproduktionsdauer, von 3-6 Monaten.

Zur Zucht von Ofenfischchen eignet sich jedes glattwandige Kunststoff oder Glasbehältnis ab etwa 5L Inhalt. Das Zuchtgefäss sollte mit einem Deckel verschlossen werden in dem mit Gaze versehene Luftlöcher sind, um die Luftfeuchte zu erhöhen. In das Zuchtgefäss geben wir Wahlweise Eierkartons oder Zerknülltes Papier, außerdem eine Futterschale und ein Wassergefäss, das mit einem Stofflappen verschlossen ist, dieses dient nicht zum trinken sondern zur Erhöhung der Luftfeuchte. Als Futter kommen alle Arten von Trockenfutter, Fischflocken, Haferflocken, Bierhefe, Mehl und anderes in Frage, zur Not fressen die Tiere auch die Eierkartons. Außerdem werden noch 2-3 Wattebällchen zugegeben, da die Weibchen dort gerne ihre Eier ablegen. Die Temperaturen sollten bei 30-40°C besser bei 35-40°C Tagsüber liegen, nachts können sie auf Raumtemperatur fallen. Da die Ofenfischchen kein Licht brachen kann man das Zuchtgefäss auf ein Vorschaltgeträt oder einen Beleuchtungskasten stellen, so erreicht man die benötigten Temperaturen ohne zusätzlich heizen zu müssen.

Die Eier brauchen ca. 14 Tage bis zum Schlupf, die Jungtiere wiederum 3-6 Monate, je nach Temperatur, bis sie ausgewachsen sind. Braucht man Tiere von Bestimmter Größe, zum Beispiel für Pfeilgiftfrösche, kann man die Wattebällchen immer wieder herausnehmen und separat schlüpfen lassen. so das man immer Tiere in der geeigneten Größe hat. Wegen der langsamen Entwicklung sollte man mehrere Ansätze laufen haben, da die Ansätze kaum Arbeit machen, man muss nur Wöchentlich Futter und Wasser ergänzen, ist das weiter kein Problem.

Ofenfischchen Foto:Hirvenkürpa Quelle:http://commons.wikimedia.org Lizenz: CC

Ofenfischchen
Foto:Hirvenkürpa
Quelle:http://commons.wikimedia.org
Lizenz: CC

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 Veröffentlicht von am 01:54

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