Aug 252013
 
Triops cancriformis grün
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Triops cancriformis und seine Unterarten und Variationen, wie bei allen Triops gilt auch hier das die Tiere noch nicht wirklich gut erforscht sind, daher können sich Unterarten und Variationen immer wieder ändern. So habe ich zum Beispiel den „normalen“ nordeuropäischen Triops cancriformis, und eine in Südeuropa beheimatete Variation die jedoch auch als Triops cancriformis gilt, meist mit dem Zusatz spain oder grün, da sie im Gegensatz zum nordeuropäischen Triops cancriformis heller gefärbt und oft grünlich ist. Die beiden Variationen unterscheiden sich etwas im Aussehen und bei der südlichen Variante kommen deutlich mehr Männchen vor, trotzdem gilt beides als dieselbe Art ohne das eine der Beiden Variationen als Unterart gehandelt wird, beide sind Triops cancriformis cancriformis.

Triops cancriformis cancriformis ist die in Europa und Nordasien heimisch, die am häufigsten angebotene Art hat einen dunklen gefleckten Schild, sie ist ursprünglich in Nord und Mitteleuropa heimisch, je weiter östlich man geht desto heller wird die Schildfärbung.

Triops cancriformis kommt wie alle Triops Arten in temporären Gewässern vor die im Laufe des Jahres wieder austrocknen. Fällt das Gewässer trocken sterben die adulten Triops, haben jedoch dank ihrer sehr schnellen Entwicklungszeit im Normalfall bereits jede Menge Dauereier im Bodengrund überlassen, welche die Trockenheit leicht überstehen um beim nächsten starken Regen und passender Temperatur eine neue Generation von Triops cancriformis hervorzubringen. Die Dauereier von Triops cancriformis sind wie alle Triops eier sehr robust und überstehen sowohl große Hitze als auch Frost, sie können im Boden Jahrelang überdauern bis der nächste Regen kommt. Je nach Variation von Triops cancriformis kommen in den Populationen mehr oder weniger häufig Männchen vor, jedoch können sich Triops cancriformis auch ungeschlechtlich Fortpflanzen so dass ein weiblicher Triops cancriformis  ausreicht um eine neue Generation sicher zu stellen.

Triops cancriformis sind Allesfresser und leben von allem was sie in ihren Tümpeln vorfinden, von abgestorbenen oder Lebenden Pflanzenteilen über Kleinstlebewesen bis hin zu größeren Tieren oder Aas, auch verendete Artgenossen werden nicht verschmäht, im schlimmsten Falle kann es sogar zu Kannibalismus kommen, wenn das auch bei Triops cancriformis deutlich seltener vorkommt als bei anderen Triops Arten.

Die Zucht von Triops cancriformis beginnt man normalerweise mit einem Beutel Sand vermischt mit Triopseiern, ein sogenannter Ansatz, es gibt zwar auch reine Triopseier, sogenannte pure eggs, aber die normalen Ansätze sind diesen im allgemeinen vorzuziehen, da hier auch Nährstoffe und Mikroorganismen enthalten sind die die Triopslarven in den ersten Tagen als Narung benötigen.

Man kann Triops cancriformis sowohl dauerhaft in einem Aquarium halten als auch Generationenweise und zwischendurch immer wieder austrockenen lassen, allerdings ist bei einer dauerhaften Haltung im Aquarium das gewinnen von Eiern schwerer. Auf jeden Fall sollte man, bevor man den Ansatz „ansetzt“ ein Becken für die Triops bereitmachen, als Bodengrund empfiehlt sich möglichst feiner Aquariensand, der etwa 1-2cm hoch eingefüllt wird, danach gibt man das Wasser zu, möglichst Regenwasser, destilliertes Wasser oder sehr weiches Wasser, Als Wasserpflanzen empfehlen sich sehr robuste Pflanzen wie Wasserpest oder Nixkraut die schwimmend im Becken bleiben. Im Becken sollten außerdem einige getrocknete Blätter, oder Erlenzapfen, sowie Schnecken vorhanden sein. Als Dekoration kann alles verwendet werden das keine Schadstoffe abgibt, man sollte jedoch darauf achten das keine allzu schmalen Spalten vorhanden sind und das Ganze nicht untergraben werden kann, da sich sonst ein Triops cancriformis einklemmen und verenden könnte. Als Filter sind Schwammfilter bestens geeignet, man kann jedoch, so man Generationenweise züchten möchte auch auf einen Filter verzichten und stattdessen öfters kleine Wasserwechsel vornehmen. Triops cancriformis verträgt Temperaturen zwischen 18-25°C es ist also keine Heizung notwendig, das Becken sollte allerdings gut beleuchtet werden.

Ist das Becken fertig und, bei der geplanter dauerhafter Haltung, eingelaufen setzt man den Ansatz an, dazu wird er in einem 1-3L Fassendem Aufzuchtbecken mit Regen oder Destilliertem Wasser versetzt, je nach Beckengrösse zwischen 300ml und 1Lund an eine helle Stelle gestellt, für den Schlupf eignet sich meiner Erfahrung nach am besten Tageslicht, ohne direkte Sonne um ein Aufheizen zu vermeiden, jedoch ist auch helles Kunstlicht ausreichend. Danach sollte man das Aufzuchtbecken beobachten, nach 3-14 Tagen sind im Normalfall die ersten Triopslarven zu erkennen die sich „hüpfend“ wie etwa Wasserflöhe durch Wasser bewegen. In dieser Zeit wird noch nicht gefüttert, nach dem entdecken der Triopslarven wartet man bis die kleinen Triopsform angenommen haben, was zwischen 2 und drei Tagen dauert, jetzt kann man langsam mit Füttern beginnen. Anfangs reicht eine Messerspritze Algenpulver oder Trockenhefe täglich aus, danach füttert man nach Bedarf, hat man zu viel gefüttert sollte man am nächsten Tag das unverbrauchte Futter entfernen. Man kann jetzt auch Staubfeines Fischfutter oder auch Triops Spezialfutter verwenden, wobei ich bisher ohne dieses Spezialfutter ausgekommen bin. Man sollte außerdem alle 2 Tage etwas von dem Wasser durch frisches ersetzen.

Wenn die Triops cancriformis  eine Größe von 1-2cm erreicht haben kann man sie ins endgültige Becken überführen, dazu geht man vorsichtig wie beim Umsetzen von Wirbellosen vor. Jetzt kann man die Tiere mit allem möglichen füttern, von überbrühtem Gemüse, über Fischfutter und Lebendfutter bis zu kleinen Fleisch oder Fischstücken, man wird mit der Zeit feststellen was die Tiere am liebsten mögen und die Schnecken kümmern sich um den Rest, Triops cancriformis  wird bis zu 8cm groß und 1-2 Monate alt, wenn die Tiere beginnen sich in den Bodengrund zu wühlen kann man davon ausgehen das sie beginnen Eier zu legen, das geschieht nach etwa 2 Wochen und ab 3cm Länge, jedoch kann das von Ansatz zu Ansatz stark variieren, nun  kann man entweder an den Stellen wo die Eier vergraben wurden den Sand mittels löffel abschöpfen, bei einer dauerhaften Haltung, oder man trocknet nach dem versterben des letzten Triops den Bodengrund, wobei manche empfehlen noch einige Tage zu warten um die Eier nachreifen zu lassen. Den trockenen Bodengrund kann man dann abfüllen und Aufheben bis zum nächsten Ansatz.

Als Mitbewohner bei dauerhafter Haltung haben sich Zwerggarnelen und kleinere Friedfische bewährt, allerdings sollte man hier darauf achten das die Triops beim umsetzen mindestens 2cm lang sind, außerdem ist es nicht Auszuschließen das auch Fische oder Garnelen mal den Triops zum Opfer fallen, was aber bei ausreichender Fütterung kaum vorkommt, Triops sollte übrigen täglich nach Bedarf gefüttert werden.

Meist habe ich Triops cancriformis oder Triops cancriformis spain abzugeben

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 Veröffentlicht von am 01:47

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