Okt 102013
 
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Fächergarnelen: Will man Wirbellose dieser Art halten muss man sich darauf gefasst machen das man sich nicht ganz einfache Pfleglinge ausgesucht hat. Fächergarnelen Fressen indem sie mit ihren „Fächern“, die eigentlich in Fangnetze umgewandelte Vorderbeine sind, durchs Wasser Fächern und so Schwebeteilchen herausfischen, das heisst um Fächergarnelen zu alten benötigt man Staubfutter das eine Ausgewogene Ernährung erlaubt, und ein Becken mit einer ordentlichen Strömung, da die Tiere meist an einer strömungsstarken Stelle ihre Fächer ausbreiten, die Dosierung des Futters und die Strömung müssen sehr gut angepasst werden, der Strömungsverlauf sollte so angelegt sein, dass, das Futter möglichst lange in der Schwebe bleibt, und es sollte nur so viel gefüttert werden wie die Tiere in kurzer Zeit fressen können. Alle mir bekannten Fächergarnelen gehören zum primitiven Fortpflanzungstyp und benötigen für ihre Larven zwingend Meer oder Brackwasser, die Tiere sind nur sehr schwer im Aquarium nachzuziehen. Für ihre Mitbewohner sind Fächergarnelen, wegen ihrer speziellen Narungsbeschaffung, absolut ungefährlich.

 Schnecken: Inzwischen gibt es einige Arten von Süß- und Brackwasserschnecken die in unsere Aquarien Einzug gehalten haben, entweder als nützliche Abfall und Algenentsorger, oder auch wegen ihrer Schönheit. Schnecken haben neben einer gewissen Wasserhärte kaum Ansprüche was die Wasserwerte und die Wasserqualität angeht, sehr robuste Arten können schon während der Einlaufphase im Becken sein ohne das sie Schaden nehmen. So werden Schnecken auch oft in sogenannten Schneckenvasen gehalten, das sind Große Vasen mit einigen Pflanzen und ansonsten komplett ohne Technik, nur mit gelegentlichen Wasserwechseln. Die Fortpflanzung bei Schnecken kann sich von Art zu Art stark unterscheiden, so gibt es Zwittrige Arten, Arten bei denen Männchen und Weibchen nötig sind, oder gar Selbstbefruchtende Arten, mache legen Eier aus denen entweder fertige Schnecken, oder auch Larven die Brack oder Meerwasser brauchen, und es gibt auch Lebendgebärende Arten. Als Futter sind viele mit Futterresten und ähnlichem zufrieden, manche gehen ab und an Aquarienpflanzen und manche Arten fressen alles Grün im Becken radikal ab es gibt sogar reine Fleischfresser die auf andere Schnecken Jagt machen. Die sehr beleibten Renn und Geweischnecken vermehren sich übrigens nicht in Süßwasser und werden bis jetzt noch nicht im Aquarium nachgezogen, alle Exemplare sind also Wildfänge.

 Muscheln: Immer öfter werden Inzwischen auch Muscheln als Aquarienbesatz angeboten, oft als sogenannte lebende Filter, leider muss man sagen das die meisten Muschen innerhalb kurzer Zeit im Aquarium verhungern, wenn sie nicht richtig gepflegt werden. Muschen leben als reine Filtrierer, das heisst sie leben von den sich im Wasserbefindlichen organischen Schwebeteilchen, wovon es in gewöhnlichen Aquarien meist nicht genügend gibt um Muschen am Leben zu halten, deswegen ist eine zusätzliche Fütterung notwendig. Am besten füttert man die Tiere zweimal Wöchentlich indem man ein, bis über die Wasseroberfläche reichendes, Plastikrohr über die Tiere stülpt und in diesem Staubfutter suspendiert und wartet bis das Wasser wieder klar ist, man kann das Futter natürlich auch direkt ins Becken geben, aber die Belastung für das Wasser ist dann ungleich höher. Gut für Muscheln sind Garnelen im Becken, da diese ständig den Bodengrund durchwühlen und so für Schwebeteilchen im Wasser sorgen, auch Triops in dauerhafter Haltung wäre gut geeignet. Die Zucht von Muscheln im Aquarium ist schwierig, da viele ein Larvenstadium durchmachen in dem sie bestimmte Fische als Wirt benötigen. Es gibt sowohl zwittrige als auch getrenntgeschlechtliche Muscheln. Bei Muscheln sollte einem klar sein das längst nicht alle Muscheln an einer Stelle festsitzen, die meisten Arten bewegen sich durch den Bodengrund, bei größeren Arten kann das zu einem regelrechten umpflügen des Bodengrundes sorgen, wobei sogar Pflanzen entwurzelt werden. Auf jeden Fall sollte man immer darauf achten wo die Tiere grade sitzen, um sie Füttern zu können. Wichtig ist auch darauf zu achten ob die Tiere am Leben sind, stirbt eine große Muschel unbemerkt kann das durchaus zum Kippen des Aquarienwassers führen, steht eine Muschel weit offen und schließt nicht mehr, kann man davon ausgehen das sie tot ist, schließt sie sich nicht spätestens bei Berührung, ist sie absolut sicher tot.

 Urzeitkrebse: Urzeitkrebse sind nur selten dauerhafte Gäste im Aquarium, und wenn müssen sie in getrennten Aufzuchtbecken auf eine geeignete Grösse herangezüchtet werden, meist werden Triops ( alle anderen Urzeitkrebse enden, wenn sie mit anderen Tieren vergesellschaftet werden, unweigerlich als Futter ) mit 1,5 bis 2cm Länge umgesetzt, um zu verhindern das sie als Futter enden. Triops wühlen den lieben langen Tag im Bodengrund, dort legen sie auch ihre Eier ab, diese kann man ernten und trocknen so dass man immer genug Nachzuchten. Die meisten Triopsarten können sich zwittrig durch Selbstbefruchtung ernähren, so dass ein großes Exemplar reicht um eine Zucht auszubauen.Triopse fressen alles, jede Art von Futter ist geeignet ( die genaue Aufzucht wird in einem anderen Artikel beschrieben ). Vergesellschaften kann man Triops mit allen Tieren die sie nicht als Futter betrachten und die Ihrerseits von den Triops nicht als Futter betrachtet werden, Garnelen sind zum Beispiel gut geeignet.

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 Veröffentlicht von am 01:06

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