Nov 162013
 
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Brocchinia reducta ist die einzige, nachgewiesen, fleischfressende Bromelie, wobei es noch Bromelienarten gibt die als präcarnivor eingestuft werden, wie z.B. Catopsis berteroniana, das heisst das diese Pflanzen zwar Insekten fangen, aber keine eigenen Verdauungsenzyme produzieren, die wurden jedoch bei Brocchinia reducta nachgewiesen.

Brocchinia reducta wächst nur in einem kleinen Gebiet in Süd Venezuela und Guyana, meist sind die Standorte nährstoffarme offene Flächen, mit saurem Boden wie zum Beispiel sandige Sümpfe. Die Niederschläge in diesem Gebiet sind, für das Land, relativ hoch.

 Brocchinia reducta kann bis zu 60cm Hoch werden undspeichert, wie die meisten Bromelien, Wasser in einer von den Blättern geformten Zisterne, bei großen Pflanzen kann diese bis zu 2L Wasser enthalten. In dieser Zisterne werden auch die Insekten gefangen. Brocchinia reducta lockt ihre Beute durch Duftstoffe und UV Muster auf den Blättern an. An den Oberkanten der Blätter scheidet Brocchinia reducta eine Wachsartige Substanz ab, die die Beute in die Zisterne abgleiten lässt und zusätzlich Beine, Haare und Flügel des Insekts verklebt, so dass es nicht mehr flüchten kann. In der ,in dem trichter enthaltenen, Flüssigkeit in der Bromelie wächst manchmal sogar eine zweite Fleischfressende Pflanze, nämlich eine Art von Utricularia, wobei es sich hier eher um eine zufällige Lebensgemeinschaft handelt.

In der Kultur gilt Brocchinia reducta als schwierig, was an seinen natürlichen Habitaten liegt. Die Pflanze braucht viel Licht, am besten volle Sonne und im Winter Kunstlicht, und Temperaturen zwischen 20-25°C im Sommer, im Winter etwas kühler und zusätzlich eine Nachtabsenkung auf 10-15°C, sie lässt sich in der Kultur mit den schwerer zu Kultivierenden Heliamphoras vergleichen, ist also nur in einem gut klimatisierten und beleuchteten Terrarium möglich. Als Substrat sollte eine Lockere durchlässige Mischung aus Torf Sphagnum und Sand, evtl. mit Perliten benutzt werden, die ständig feucht gehalten werden sollte, jedoch darf die Pflanze nicht im Anstau stehen, in der Zisterne sollte immer etwas Wasser sein

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