Dez 312013
 
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Knollendrosera, auch englisch tuberous Drosera kommen vor allem in Westaustralien vor, und zwar wachsen sie an Orten wo jede andere Drosera eingehen würde. Knollendrosera wachen in Gebieten die während des Australischen Sommers komplett austrocknen, der meist Sandige Boden wird steinhart und knochentrocken, so das selbst viele andere Pflanzen kapitulieren. Knollendrosera jedoch überleben in diesen Regionen indem sie den Sommer einfach verschlafen und ihre Wachstumsperiode in den Winter verschieben. Während des Sommers ziehen sich die Pflanzen komplett ein und überdauern unterirdisch als Kugelförmige Knollen, daher haben die Pflanzen auch ihren Namen. Es gibt etliche Arten von Knollendrosera, die sich in Grösse und Form stark unterscheiden, so bilden mansche Knollendrosera lange Einzeltriebe hervor die fast an Kletterpflanzen erinnern, andere bilden salatartige Rosetten, es gibt wirklich einige Wunderschöne Arten unter den Knollendrosera.

Leider ist die Kultur von Knollendrosera nicht ganz einfach, es gibt zwar einfacher zu kultivierende Knollendrosere, wie etwa D. peldata, aber selbst diese sind nicht wirklich einfach, einige Arten sind dagegen sehr schwer zu halten. Das Problem bei der Haltung von Knollendrosera ist das sie im Australischen Winter wachsen, also während bei uns Sommer ist, bei direkt importierten Pflanzen heisst das, das man ihnen einen kurzen Winter vorgaukeln muss um sie dann in die Trockenphase schicken, so dass man sie ab Ende September während unseres Winters wieder austreiben lassen kann, die Pflanzen müssen also erst „umgestellt“ werden. Bei Pflanzen aus deutscher Nachzucht ist dieses Problem schon gelöst. Die Pflanzen brauchen während ihrer Wachstumsphase, zwischen Ende September und Mai viel Licht, wobei man den Tag nicht unbedingt verlängern sollte, denn auch im Australischen Winter sind die Tage kurz, nur eben sehr hell. Der beste Ort für die Wachstumsphase ist ein sonniges Südfenster mit zusätzlichem straken Kunstlicht.

Die Temperaturen während der Wachstumsphase sollten zwischen 10 und 20°C liegen, die meisten Knollendrosera können während dieser Zeit im Anstau gehalten werden, als Substrat verwendet man am besten sehr Sandige Torfmischungen, etwa Torf/Sand 1/2. Gegen Ende der Wachstumsphase beginnen die Pflanzen oberirdisch abzusterben, nun sollte man das gießen einstellen und den Topf austrocknen lassen. Nun kann man entweder den Topf an eine schattige Stelle bringen und ihn da bis September stehen lassen, oder etwa einen Monat nach dem Austrocknen die Knollen aus dem Topf holen, und sie dann an einem dunklen Ort, mit minimalfeuchte Übersommern. Der Vorteil wenn man die Knollen im Topf lässt ist, das es dort meist nicht die Gefahr des Vertrocknens gibt, es sei denn es wurden Wasserspeichernde Perlite verwendet, auf diese sollte man bei Knollendrosera unbedingt verzichten. Der Vorteil beim herausnehmen ist, das man zum einen gebildete Tochterknollen findet, zum anderen wandern die Knollen im Topf nach unten, und man könnte sie etwas höher wieder einpflanzen, so dass sie nicht direkt im Wasser liegen.

Die Vermehrung von Knollendrosera erfolgt Teilweise auch über Samen, aber meist über Tochterknollen, die sich bei guter Pflege bilden. meist bekommt man auch von den Züchtern diese Tochterknollen, welche man zum Beginn der Wachstumsphase etwa 5cm tief im Substrat versenken sollte, ist der Trieb schon erkennbar sollte er nach oben Zeigen ansonsten wird die Knolle mit dem Austriebspunkt, dem „Auge“ nach oben vergraben. Allerdings gilt die hier gemachte Anleitung nur für einfachere Arten, wie etwa D. peldata kompliziertere Arten sollte man sich erst nach einiger Erfahrung mit Knollendrosera zulegen und wenn möglich die Haltungsbedingungen beim Züchter möglichst nachahmen.

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