Jun 102014
 
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Die rote Mangrovenkrabbe ist keine einzelne Art es gibt insgesamt vier Arten der roten Mangrovenkrabbe, die sich in Färbung und Größe unterscheiden : Die einzelnen Arten sind P. meschi, eigentlich die klassische rote Mangrovenkrabbe die auch meist im Handel unter diesem Namen angeboten wird, die Tiere werden bis zu 3cm. groß ( die Größe von Krabben gibt immer die Panzerbreite an ), sie hat meist einen braunen Körper und rote Scheren mit helleren Spitzen. P. edwards unterscheidet sich nur durch etwas rundere Scheren und ein flacheres Gesicht von P. mechi, P. crassimanum hat dagegen einen olivgrünen Körper und deutlich dunklere Scheren die sehr dunkelrot werden können, die größte rote Mangrovenkrabbe ist P. bocourt, die bis zu 4,5 cm groß wird, diese Art hat einen dunkelblauen bis schwarzen Körper und Scheren, lediglich die Spitzen der Scheren sind rot Gefärbt. Heimisch ist die rote Mangrovenkrabbe in den Mangroven Südostasiens, wo sie sich vor allem von totem Laub, aber auch von tierischen Material, lebenden Pflanzen, kleinen Wirbellosen und von allem anderen verwertbaren Material ernährt, mache Tiere gehen sogar aktiv jagen, so stellt die rote Mangrovenkrabbe in ihrem heimatlichen Habitat die Gesundheitspolizei dar. Die rote Mangrovenkrabbe lebt in Gruppen und hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten.

Das Aquarium für die rote Mangrovenkrabbe sollte zumindest 50cm lang sein, für P. bocourt sogar 100cm und man sollte mindestens 3 Tiere anschaffen, Einzelhaltung ist bei diesen Sozialen Tieren keine Option. Das Aquarium braucht zwingend einen Landteil der für die Tiere gut erreichbar ist, am besten etwa 1/3 des Beckens als Landteil. Eingerichtet werden sollte das Becken für die rote Mangrovenkrabbe mit Steinen Mangrovenwurzeln und Versteckmöglichkeiten für die Tiere, auch Pflanzen kommen in Frage, allerdings sollte man hier nur sehr robuste Arten verwenden da Pflanzen grundsätzlich als Narung betrachtet werden. Natürlich dürfen auch im Becken für die rote Mangrovenkrabbe trockene Blätter nicht fehlen, die sowohl als Narung dienen als auch das Wasser verbessern. Die rote Mangrovenkrabbe kann übrigens in Süßwasser als auch dauerhaft in Brackwasser gehalten werden. Die rote Mangrovenkrabbe ist übrigens, wie die meisten Krabben, ein Ausbrecherkönig, man sollte daher gut darauf achten das der Deckel sehr fest sitzt und es keine Öffnungen gibt durch welche die Tiere entkommen können.

Als Futter für die rote Mangrovenkrabbe kommt jedes im Handel erhältliche Lebend, Frost oder Trockenfutter, wobei man in der Hauptsache Pflanzliche Narung geben sollte, Füttern sollte man eher sparsam, die Krabben kommen, solange genug trockenes Laub im Becken ist, auch einige Tage ohne füttern aus.

Die rote Mangrovenkrabbe lässt sich grundsätzlich mit andren Arten der roten Mangrovenkrabbe vergesellschaften, allerdings sollte dann das Becken wirklich großzügig bemessen sein, Vergesellschaftung mit anderen Krabben oder Krebsarten sollte man hingegen vermeiden, auch Garnelen werden wahrscheinlich als Futter angesehen, gleiches gilt natürlich für Fische, wobei vermehrungsfreudige Garnelen sicher geeignet wären, aber grundsätzlich ist die rote Mangrovenkrabbe im Artenbecken am besten aufgehoben.

Die rote Mangrovenkrabbe gehört zum primitiven Fortpflanzungstyp, sie entlässt Larven die Salzwasser für die Entwicklung benötigen, trotzdem ist eine Nachzucht im Aquarium, wenn auch mit etwas Aufwand, möglich, einen sehr ausführlichen Aufzuchtbericht eines Teammitglieds des Panzerwelten Forums findet ihr HIER.

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 Veröffentlicht von am 01:13

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