Jan 242015
 
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Terrarien typen
Der Typ für das geplante Terrarium hängt natürlich vom geplanten Tier ab, er sollte möglichst genau seiner natürlichen Umgebung entsprechen. Es gibt grob gesagt vier Typen die ein Terrarium haben kann, wobei es natürlich unzählige Variationen und Übergänge zwischen den Terrarien typen gibt, aber hier kommen erstmal die vier Haupttypen.
Das Regenwaldterrarium, wie der Name schon sagt, versuchen wir hier einen Teil des Regenwaldes nachzustellen. Das Regenwaldterrarium braucht meist eine erhöhte Luftfeuchte und ständig höhere Temperaturen. Hier ist es wichtig, dass die Lüftung nicht zu üppig ist, um die Luftfeuchte zu halten, allerdings müssen die Lüftungsöffnungen frei und gut platziert sein, so dass keine Staunässe oder Stauluft entsteht. Geeignete Materialien für dieses Terrarium sind vor allem Glas oder Kunststoff, zwar lässt sich auch Holz wasserfest versiegeln, aber nur ein Kratzer in der Versieglung reicht, und man hat ein Problem. Bei diesem Terrarium ist eine Drainage unter dem Bodengrund, sowie eine leichte Entfernung von überflüssigem Wasser unbedingt erforderlich. Ein kleiner Tipp, um die Temperatur leichter zu erreichen und zu halten kann man das Terrarium von außen mit Dämmstoffen, wie Styropor, verkleiden, wobei die Lüftungsöffnungen natürlich freigelassen werden.
Das Waldterraium
Bei diesem Typ versuchen wir im Terrarium ein Stück Wald aus den Subtropischen oder Gemäßigten Zonen nachzubilden. Im Vergleich zum Regenwaldterrarium brauchen wir hier meist etwas niedrigere Temperaturen, oft auch eine Winterpause, und deutlich niedrigere Luftfeuchtigkeit. Dafür brauchen wir bei diesem Terrarium meist deutlich bessere Belüftung. Das macht viele Standartterrarien ungeeignet, da diese meist für ein Regenwaldterrarium gedacht sind. Auch hier haben wir aber meist feuchten Bodengrund, weswegen auch hier eher von Holzterrarien abzusehen ist. Dieser Terrarien Typ ist meiner Ansicht nach, am leichtesten zu pflegen, da oft eher normale Temperaturen gebraucht werden, allerdings können eventuell benötigte Temperaturabsenkungen im Sommer, oder auch im Winter im Wohnzimmer, problematisch werden.
Das Wüsten- oder Trockenterrarium
Bei diesem Terrarium versuchen wir ein Stück Wüste, Steppe oder trockenes Busch oder Waldland nachzubilden. Dafür benötigen wir meist sehr hohe Temperauren tagsüber mit einer deutlichen Nachtabsenkung. Außerdem benötigen wir eine gute Belüftung. Bei diesen Terrarien besteht die Herausforderung zum einen darin die benötigten Temperaturen zu erreichen, und zum anderen darin das Terrarium trotz oft kärglicher Einrichtung, gut aussehen zu lassen. Hier sind Holzterrarien bestens geeignet da meist kaum Feuchtigkeit benötigt wird.
Das Aquaterrarium
Ein Aquaterrarium ist meist ein Wald- oder Regenwaldterrarium mit einem sehr großen Wasserteil, der zumindest ein Drittel, oft auch weit mehr als die Hälfte des Bodengrundes ausmacht. Das Schwierige hierbei ist es den Wasserteil zu gestalten, im Prinzip wollen wir ein Aquarium im Terrarium. Allerdings muss dieses Aquarium sehr leicht zu reinigen und zu entleeren sein, denn viele Bewohner nutzen es auch als Toilette. Außerdem benötigt man oft flache Einstiege und verborgene Technik, was es unmöglich mach ein einfaches Standartaquarium im Bodengrund zu versenken. Hier muss man meist eine geeignete Form aus Styropor oder Glasfasern basteln, und diese dann mit Kunstharz zu verkleiden. Hier ist es wichtig Lebensmittelechte Materialen zu verwenden. Das ganze braucht außerdem eine Menge Geschick, man sollte sich also am besten einen Helfer mit entsprechender Erfahrung suchen.

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 Veröffentlicht von am 01:59

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