Jan 282015
 
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Terrarium Rück und Seitenwände

Die Rück und Seitenwände im Terrarium erfüllen mehrere Aufgaben. Sie tragen entscheidend zum Gesamtbild des Terrariums bei, sie können, je nach Material, eine isolierende Funktion haben, sie dienen als zusätzliche Lauf oder Kletterfläche und können auch mit Versteckmöglichkeiten versehen werden und bepflanzte Rückwände erhöhen zusätzlich noch die Luftfeuchte. Außerdem kann man in und hinter solchen aufbauten Kabel und Technik verstecken.

In der Rückwandgestaltung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, das geht von einfachen Korkrückwänden, bis hin zu aufwändigen, bepflanzten Nachbildungen von Bäumen oder Steinen, in die sogar noch Wasserfälle und ähnliches eingebaut sind.

Natürlich sollte die Wand sich auch am Bewohner orientieren, so wäre eine üppig grüne Wand in einem Wüstenterrarium fehl am Platz, genauso eine karge Spaltenwand in einem Regenwaldterrarium. Gut geeignet für die Rückwandgestaltung ist zum Beispiel geformtes Styropor, das mit Kunstharz überzogen ist, oder auch Glasfasern. Aus diesem Material lassen sich aufwendige Wände herstellen, die entsprechend beschichtet in jedes Terrarium passen, so kann man sie in einem Wüstenterrarium mit Lehm oder Sand beschichten. In einem Wald oder Regenwaldterrarium kann man sie mit Xaxim, Torf oder Blumenerde beschichten, so dass die gesamte Wand mit Moos und Farnen begrünt werden kann .Am einfachsten funktioniert das Beschichten indem man die Wand dünn mit Lebensmittelechtem Silikon bestreicht und dann mit der Beschichtung beklebt.

Die Wände sollten unbedingt einige Zentimeter in den Bodengrund eintauchen, so dass die Bewohner des Terrariums nicht darunter oder gar dahinter gelangen können.

Bodengrund

Es gibt verschiedene Bodengründe für Terrarien, die für Verschiedene Bewohner geeignet sind, so ist es wichtig zu wissen ob der Bodengrund grabfähig sein muss, soll er leicht austauschbar sein, wird er eventuell gefressen und wie gut soll er Feuchtigkeit aufnehmen, das alles sind wichtige Fragen, ich werde hier Kurz verschiedene Bodengründe vorstellen.

Walderde

Walderde ist Erde aus dem Wald, samt der dazugehörigen Mikroorganismen, der Vorteil ist das sie kaum Arbeit macht und herabfallende Blätter und Ausscheidungen mit der Zeit abgebaut werden, so dass der Bodengrund nicht gewechselt werden muss, mein persönlicher Favorit. Sie eignet sich für Wald und Regenwaldterrarien. Die Nachteile sind, Walderde ist meistens nicht Grabfähig sondern eher fest, sie kann auch nicht allzu viel Flüssigkeit aufnehmen, also unbedingt eine Drainage verwenden und durch ein Flies von der Erde trennen.

. Ein weiterer Nachteil ist, dass man sie nur schwer entfernen kann, so das, z.B. bei einer Krankheit, nötig wird, und das dann meist die gesamte Bepflanzung mit entsorgt werden muss, da sie eingepflanzt ist.

Holzgranulat

Holzgranulat ist für Schauterrarien kaum geeignet, sondern kommt eher in Zuchtstationen zum Einsatz, die Vorteile sind, dass es sich leicht entsorgen lässt und sehr billig zu haben ist. Es nimmt allerdings kaum Feuchtigkeit auf und ist allgemein eher unansehnlich. Es schadet den Bewohnern nicht wenn sie ab und an etwas davon mitverschlucken.

Terrarienerde / Blumenerde/ Torf

Terrarienerde ist gut für Wald und Regenwaldterrarien geeignet, auch hier schadet es nicht wenn etwas davon mitgefressen wird. Allerdings kann nur eine begrenzte Menge Feuchtigkeit aufgenommen werden, also unbedingt eine Drainage verwenden und durch ein Flies von der Erde trennen, auch ist sie etwas schwerer zu wechseln als andere Einstreu. Man kann sie direkt bepflanzen oder die Pflanzen im Blumentopf eingraben. Die Lockere Erde ist auch grabfähig.

Rindenstücke

Rindenstücke sind natürlich einfach zu entfernen und zu reinigen, auch nehmen sie recht gut Flüssigkeiten auf, sie dürfen allerdings nicht mitgefressen werden, da sie durch ihre Größe zu Problemen führen können, viele Rindenarten enthalten auch ätherische Öle, was zu Problemen führen kann. Sie sind im Prinzip in allen Terrarien typen einsetzbar, es können allerdings keine stabilen Höhlen gegraben werden.

Sand Lehm Gemische

Da reiner Sand kaum geeignet ist, werden meist Sand Lehm Gemische verwendet, diese sind dann auch meist grabfähig. Solche Bodengründe sind für Trocken und Wüstenterrarien geeignet, sie lassen sich recht leicht wechseln, nehmen allerdings kaum bis keine Feuchtigkeit auf.

Kokoshumus /Kokosfasern

Kokoshumus wird zwar gerne fürs Terrarium verkauft, allerdings kann ich ihm wenig abgewinnen, er nimmt kaum Feuchtigkeit auf, staubt sehr wenn er trocken ist und schimmelt schnell.

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 Veröffentlicht von am 01:07

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