Apr 112015
 
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Wie der Titel schon vermuten lässt ist auch für die Afrikanische Felsenpython der deutsche Name unzureichend, da er auf zwei Arten zutrifft dich sich zwar recht ähnlich sind, was Lebensraum und Ansprüche angeht, aber doch so verschieden, auch vom Aussehen und Verhalten, das sie als eigene Arten geführt werden. Die Rede ist vom nördlichen Felsenpython, P. sebae der von der Sahare bis zum Horn der Ostküste zu finden ist, und vom südlichen Felsenpython der von Zentral bis Südafrika zu finden ist.

Beide Arten werden bis zu 5 Meter lang und besiedeln die verschiedensten Habitate von den Tropischen eher feuchten Gegenden, bis hin zu trockenen Savannen und Sandlandschaften, jedoch immer in der Nähe eines Gewässers. Während der nördliche Felsenpython aber ein Kulturfolger ist, und daher oft in der Nähe von Menschen gefunden wird, ist die südliche Variante das genaue Gegenteil und ist so gut wie nie in der Nähe von Menschen anzutreffen, auch in der Färbung unterscheiden sich beide Arten deutlich.

Es gibt Berichte darüber das in manchen Verbreitungsgebieten der südlichen Felsenpython, die Tiere eine Winterruhe einlegen, da dort Zeitweise Temperaturen von nur drei Grad Celsius in der Nacht herrschen, allerdings scheint die Winterruhe in der Haltung nicht unbedingt notwendig zu sein, was bei der Anpassungsfähigkeit die der Afrikanische Felsenpython   an den Tag legt, kaum verwundert.

Der Afrikanische Felsenpython, beide Arten, leben als Lauerjäger und erbeuten Tiere von bis zu 25 Kilogramm, als Jungtiere jagen sie auch oft auf Bäumen. Grundsätzlich werden alle Wirbeltiere gefressen die nicht zu groß zum herunterschlingen sind, für Angriffe auf Menschen gibt es allerdings keine gesicherten Berichte.

Als Pflegling in Terrarien gilt der Afrikanische Felsenpython   als schwierig, weil vor allem bei Wildfängen, die Tiere oft aggressiv sind und zum Beißen neigen. Außerdem sind die Tiere sehr stark und können so im schlimmsten Falle auch eine Gefahr für den Besitzer werden. Allerdings sollten erfahrene Halter keine Probleme mit der Haltung haben, und Nachzuchten, die wir ohnehin bevorzugen sollten, gelten als deutlich ruhiger.

Die Terrariengröße für die Afrikanische Felsenpython sollte sich an der Länge des Tieres orientieren, so sollten die drei Kantenlängen je mindestens 75% der Gesamtlänge des Tieres entsprechen, natürlich sollte man schon beim Einrichten des Terrariums die zu erreichende Endgröße als Maß nehmen. Eingerichtet wird das Terrarium mit Kletter und Versteckmöglichkeiten, sowie mit einer Bademöglichkeit für die Tiere, bei der Einrichtung gilt es ein Mittel zwischen leicht zu reinigen und natürlicher Umgebung zu finden.

Die Temperaturen im Terrarium für die Afrikanische Felsenpython   sollten zwischen 26 und 28°C liegen, mit einem Sonnenplatz von bis zu 35°C, die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 60-80% liegen, die Beleuchtung sollte hell und mit dem nötigen UV Anteil versehen sein.

Füttern kann man die Afrikanische Felsenpython mit jedem für die Größe geeignetem Futter, wobei man darauf achten sollte das nicht in allen Ländern das Füttern Lebender Tiere erlaubt ist, das vorherige Töten der Futtertiere ist in allen Ländern nur fachlich versierten Personen erlaubt, was ich auch richtig finde, deshalb sollte man sich hier genau informieren, gerade Nachzuchten lassen sich auch gut an Frostfutter gewöhnen, wobei es natürlich am besten ist wenn man damit direkt nach dem Schlupf beginnt.

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 Veröffentlicht von am 01:40

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