Jan 232016
 
Kaninchen
Foto:Superbass
Quelle:http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Easterbunny_1.jpg
Lizenz: CC
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Nach einigem überlegen habe ich mich entschieden diesen Artikel zu veröffentlichen, obwohl ich selbst keine Kinder habe, da ich es für ein sehr wichtiges Thema halte, das alle Arten der Tierhaltung betrifft, also auch Terraristik und Aquaristik. Ich tue hier natürlich nur meine persönliche Meinung Kund, und kann auch nur aus den Erfahrungen sprechen die ich selbst gemacht habe, nicht als Elternteil, aber ich habe schließlich auch Verwandte und Bekannte mit Kindern.

Jeder kennt das, ein Kind geht mit seinen Eltern in einen Zoo Laden, mittlerweile machen manche Zoo Läden sogar Führungen für Kindergruppen, den Zoo, oder durch eine Einkaufspassage und sieht irgendein Tier das es toll findet, und natürlich gerne haben möchte. Im schlimmsten Falle gehen die Eltern dann in den Laden und ´Kaufen das Tier und entsprechendes Zubehör, nach der „fachmännischen“ Beratung eines Mitarbeiters, der nur möglichst viel Verkaufen will, wohlgemerkt, nicht alle Mitarbeiter und Besitzer von Zoogeschäften sind so, allerdings habe ich schon zu viele falsch gehaltene Tiere und zu viele schlicht falsche Beratungen gehört, als das ich raten könnte einen Mitarbeiter zu fragen, wenn man selbst keine Ahnung hat.

Verantwortungsbewusste Eltern kaufen das Tier, samt Zubehör, erst einmal nicht, sondern machen sich zuerst schlau über das Tier und wie es gehalten werden muss, und dann stellen sie sich die entscheidende Frage, kann mein Kind schon die Verantwortung für ein Haustier übernehmen? Leider lässt sich diese Frage nicht allgemein beantworten, auch das Alter ist nur ein unzureichender Maßstab, ich habe schon Erwachsene gesehen denen ich nicht mal ein Tamagotchi anvertrauen würde, und Siebenjährige die ihr Tier mit großer Sorgfalt gepflegt haben, wie also herausfinden ob das Kind schon ein Tier haben darf?

Zuerst möchte ich sagen, das Kind sollte zumindest die Schule besuchen, ich denke vorher sollte man ihm kein Tier anvertrauen. Dann sollte man herausfinden ob es nur eine kurze Begeisterung war, oder ob das Kind auch bereit ist Zeit und Mühe zu investieren, das geht recht einfach, indem man ihm die Aufgabe stellt selbst alles über das Tier und seine Haltung in Erfahrung zu bringen, man kann ihm ja entsprechende Bücher, oder auch Webseiten zur Verfügung stellen. Fängt das Kind hier schon an zu murren und nörgeln ist die Sache erledigt, wenn es nicht einmal das tun möchte, sollte es definitiv kein Tier anvertraut bekommen.

Hat das Kind diese Hürde genommen, kann man, um sicher zu gehen, erst mal ein Tier anschaffen das leicht zu pflegen, und kurzlebig ist, ich weiß, ich habe öfters gesagt das „einfache „ Tiere zum üben keine gute Idee sind, aber bei Kindern können sie sinnvoll sein, die erwähnten Tamagotchi eigenen sich meine Meinung nach übrigens nicht, es ist ein Unterschied ob man sich um ein Tier kümmert oder ein paar Knöpfchen drückt. Gut geeignet für so etwas sind Phasmieden, oder in der Aquaristik, Urzeitkrebse. Diese Tiere haben eine Lebenspanne von einigen Monaten, und man kann sehen ob das Kind es schafft sich so lange um sie zu kümmern, außerdem kann man erkennen ob das Kind schon den Tod eines Tieres verkraftet, auch das ist wichtig.

Sind alle diese Hürden genommen, sollten sich die Eltern über eines klar sein, sie selbst müssen sich genausogut um das Tier kümmern können wie ihr Kind. Denn wenn das Kind die Lust doch verlieren sollte, was sich nicht ausschließen lässt, oder eben gerade Krank auf Klassenfahrt etc. ist, müssen sie sich um das Tier kümmern. Zum Abschluss noch eines, egal wie schön das Tier ist, und egal wie sehr das Kind bettelt, Tiere die das Kind verletzen können, durch Bisse oder Gift, gehören nicht in die Pflege des Kindes.

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 Veröffentlicht von am 17:14

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