Feb 252017
 
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Da die Haltungsbedingungen, der Lebensraum und auch das allgemeine Äußere der verschiedenen, in der Terraristik verbreiteten Raubwanzen Arten sehr ähnlich sind, werde ich nur einen allgemeinen Artikel über diese Tiere verfassen. Er bezieht sich auf Raubwanzen der Gattungen Platymeris und Psytalla, selbstverständlich gibt es noch andere Gattungen außerhalb des südlichen Afrikas, allerdings handelt es sich bei den genannten um die am  häufigsten in der Terraristik anzutreffenden Typen.
Raubwanzen sind Nacht und dämmerungsaktive Tiere, die sich, wie der Name schon vermuten lässt, von anderen Insekten ernähren, die sie aktiv jagen, und ihre Opfer dann aussaugen, sie kommen in Habitaten im südlichen Teil Afrikas vor.
Raubwanzen sollte man immer in Gruppen, ab ca. 10 Tieren halten, für 10 Tiere ist ein Terrarium von etwa 30 x 30 x 30 cm ausreichend, da sie die Population allerdings recht schwer bestimmen lässt, und die Tiere sich recht einfach vermehren, ist es besser von Anfang an ein größeres Becken zu wählen. Die Temperaturen sollten Tagsüber bei 25-30°C liegen und nachts auf Raumtemperatur abfallen. Die Luftfeuchte sollte etwa bei 50-70% liegen.
Eingerichtet werden sollte das Terrarium mit einer Substratschicht, die mindestens 3cm dick ist, sowie verschiedenen Versteckmöglichkeiten, hier bieten sich verschiedene Rindenstücke, Blätter oder Äste an, auch die Wände kann man, zum Beispiel durch bekleben Mit Kork oder Kokosmatten in zusätzliche Lauffläche verwandeln. Ein Teil des Substrates sollte jedoch frei liegen und ständig feucht gehalten werden, hier kann auch eine flachte Trinkschale aufgestellt werden, denn die Weibchen legen ihre Eier in dem feuchten Substrat ab. Natürlich kann man das Terrarium auch mit geeigneten Pflanzen ausstatten, das wichtigste ist darauf zu achten das, das Terrarium dicht ist, so das keine Tiere entkommen können, hier muss man bedenken das die Jungtiere sehr klein sind, ich empfehle hier die Terrarien Türen mit zusätzlichen Dichtungen zu versehen.
Gefüttert werden die Raubwanzen etwas alle ein bis zwei Wochen, mit einem Futtertier pro Wanze, wobei man nicht alle Futtertiere auf einmal ins Becken gibt, sondern über zwei bis drei Tage füttert, da die Raubwanzen eine Zeit brauchen um ihre Beute zu erjagen, und manche Futtertiere ihrerseits auch die Eier der Raubwanzen fressen würden.
Wenn man sich an diese, doch relativ simplen Haltungsbedingungen hält, erledigt sich die Zucht Quasi von selbst, die Weibchen legen die Eier in das Feuchte Substrat. Man könnte versuchen anstatt eine Freie Stelle mit feuchten Substrat und Trinkschale, an dieser Stelle eine größere Schale mit feuchtem Substrat und Trinkschale zu platzieren, die man regelmäßig in ein geeignetes Terrarium überführt ( dicht, Temperatur und Luftfeuchte ), so könnte man versuchen die Population im Auge zu behalten.

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 Veröffentlicht von am 15:12

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