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Der Zwergkrug (Cephalotus follicularis) — 4 Kommentare

  1. Was die Pflege betrifft, ist bei mir alles Gegensätzlich zu dem, was im obigen Text angegeben ist. Bei mir stehen die Pflanzen in Glasschüsseln, die mit Leucobryum glaucum in Torf bepflanzt sind. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und da die Glasbehälter keinen Abzug haben, liegt ausgeprägte Staunässe die ganze Zeit vor, und zwar schon einige Jahrzehnte!. Sie stehen fast im Wasser! Ich habe damit auch Aquarien bepflanzt, wo die gleichen Bedingungen vorherrschen. Da die Aquarien abgedeckt sind, ist die Luftfeuchtigkeit bei 100%. Dort vermehre ich meine Cephalotus follicularis durch Blattstecklinge zu Tausenden und sie gedeihen sehr gut und wachsen innerhalb eines Jahres zu erwachsenen Pflanzen heran. Habe ich sie versuchsweise auf den Balkon in Töpfen mit Drainage oder im sandigen Torf, kümmern sie vor sich hin und gehen ein! Sie mögen keine besonders großen Temperaturschwankungen. Plötzliches Eingehen hatte ich auch beobachtet und festgestellt, daß hierfür einige Pilze in Frage kommen, die sich im Substrat ausbreiten. Das hatte ich einmal in einen Aquarium gehabt, wo von einen Punkt ausgehend nachher eine Pflanze nach der anderen abstarb, Das Moos sah jedoch ordentlich aus Das sind dann meistens einige Schimmelarten, die besonders im Winter auftreten, und im tieferen Teil des Mooses leben, wo die Rhizome angegriffen werden. Dann werden die Pflanzen plötzlich schwarz. Bei den Topfpflanzen passiert das auch, besonders wenn die Töpfe trockener stehen. An der Oberfläche sieht man nichts, weil der Pilz in einigen Zentimetern Tiefe grassiert, nämlich da, wo die Rhizome sich befinden. Wenn ich das Substrat sehr naß habe (Staunässe), dann kann der Pilz im Rhizombereich nicht gedeihen. Das Wasser macht den Rhizomen gar nichts aus. Im Gegenteil! Es verzweigt sich stark, weswegen dann Cephalotus follicularis im Aquarium sich wie Unkraut ausbreitet. Leucobryum glaucum scheint die richtigen Verhältnisse für die Blätter zu schaffen. Es wird aber mit der Zeit sehr dicht, wodurch Pilze besser gedeihen. Man muß dann einige Moospflänzchen einzeln aus den Moospolster heraus reißen, damit das Moos wieder luftiger wird. In der Natur würden diese Moospolster durch aufgedunsenes Wachstum wieder locker werden, weil die Moospflänzchen im Gegensatz zum Aquarium Ausweichsmöglichkeiten haben.
    Da dieses Moos nicht sehr schnell wächst, wird Cephalotus follicularis nicht überwuchert, wie es bei Spaghnum der Fall ist. In Spaghnum hatte ich besonders mit Pilzen Schwierigkeiten als auch mit stark überwucherten Pflanzen, die dann abstarben. All diese Experimente hatte ich bewußt herbeigeführt, um die optimalen Pflegebedingungen zu erforschen.
    Für mich ist C, follicularis eine sehr pflegeleichte Pflanze, wenn man weiß, welche Bodenverhältnisse, Luftfeuchtigkeit und Wasser benötigt. Was das Gießwasser betrifft, muß man wie fast bei allen Karnivoren nur mit Regen- oder destilliertes Wasser verwendet werden.

    • Hallo,
      intressant, allerdings habe ich von einigen Züchtern auch schon das komplette Gegenteil gehöhrt, das scheint tatsächlich abhängig vom vorliegenden Klon zu sein. Gerade erst hatte ich mein jemandem gesprochen der darauf schwöhrt seine Zwergkrüge bis zum ersten Frost draussen zu lassen, und die Pflanzen sahen toll aus. Ich gebe im Artikel allerdings nur die häufigsten Kulturbedingunmgen an, die so gut wie immer hinhauen. Wenn ich alle Eventualitäten rinnehme würde es doch sehr verwirrend. Meine Seite ist ja auch, wie ich schon öfters erwähnt habe, nur für die Grundlagen, um zu sehen ob etwas allgemein pasen würde, sie entbindet nicht von der Pflicht sich vor dem Kauf noch etwas zu informieren, und am besten den Züchter nach den Kulkturbedingungen zu fragen.
      Pilze sind bei Zwergkrügen tatsächlich ein Problem.

  2. Auch eine Lieblingspflanze von mir! Ich habe einen Cephalotus in einem Terrarium in Großbritannien. Das Anbauen des Zwergkrugs ist mir natürlich eine Herausforderung aber es lohnt sich bestimmt, obwohl die Pflanze nicht so wirksam beim Fangen von Insekten ist wie Drosera oder Sarracenia.

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